2010 IIHF Weltmeisterschaft: Teams der Gruppe B in Mannheim(German Only)

Kanada, Schweiz, Lettland, Italien

05-05-10
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Team Kanada ist bei jedem Turnier einer der Mitfavoriten und eine der Hauptattraktionen. Dies ist auch bei der WM in Deutschland nicht anders. Der 24-malige Weltmeister und amtierende Olympiasieger hat seit 2003 immer das Halbfinale erreicht und schnitt in dieser Zeit nur einmal schlechter als Platz zwei ab. Dabei haben die Kanadier jedes Jahr die Schwierigkeit, dass der jeweilige Nationaltrainer das Team quasi erst am Flughafen bei der Abreise versammeln kann. So ergeht es auch dem neuen Coach von Team Canada, Craig MacTavish, der zudem wie üblich den einen oder anderen Platz für nachreisende Spieler, deren Teams aus den Play-offs um den Stanley Cup ausscheiden, offen lässt. MacTavish übernahm den Posten des Nationaltrainers von Mike Babcock, der durch seinen Hauptjob bei den Detroit Red Wings in der NHL für die WM unabkömmlich ist. Während seiner Spielerkarriere hatte der heute 51-Jährige viermal den Stanley Cup mit den Edmonton Oilers bzw. den New York Rangers gewonnen. In den 1990er-Jahren war er der letzte NHL-Profi, der von der Helm-Pflicht befreit war. Nach seiner Freistellung als Head Coach der Oilers vor einem Jahr arbeitete MacTavish zuletzt als TV-Experte beim Sportsender TSN. General Manager des Teams bei der WM ist mit Mark Messier ein alter Weggefährte von MacTavish und ebenfalls eine NHL-Legende. „Wir setzen auf ein junges, talentiertes Team, das begeistert ist, sein Land bei den Titelkämpfen zu repräsentieren“, sagt Messier, der nach zwei Finalniederlagen den Titel wieder nach Kanada holen will. Und die Chancen stehen nicht schlecht, denn mit Spielern wie Steve Stamkos, John Tavares oder Evander Kane stehen einige der talentiertesten jungen NHL-Spieler, die nach dem Aus ihrer Teams zur Verfügung standen, im Kader des Weltranglisten-Ersten.

An WM-Turniere in Olympia-Jahren hat die Schweiz durchaus gute Erinnerungen: 1992 in Tschechien erreichte man das Halbfinale, ebenso 1998 bei den Titelkämpfen im eigenen Land. Gerne würde man an diese größten Erfolge in der Schweizer Verbandsgeschichte auch in Deutschland anknüpfen, nachdem man im Vorjahr bei der Heim-WM das Viertelfinale verpasst hatte und am Ende Neunter wurde. Dies wurde ebenso als Enttäuschung gewertet, wie der achte Platz bei Olympia in Vancouver vor einigen Wochen. Für frischen Schwung soll nun ein neuer Nationaltrainer sorgen. Der auch in Deutschland durch seine Trainerstationen in München und Hamburg bestens bekannte Sean Simpson löste nach den Olympischen Spielen Ralph Krueger ab. Der Deutsch-Kanadier war fast 13 Jahre lang an der Schweizer Bande tätig gewesen und hatte diese von der Schwelle zur B-Gruppe in die Weltspitze geführt. Simpson, zuletzt Trainer in Zürich, wo er 2009 überraschend die Europaliga CHL und den Victoria Cup gegen NHL-Club Chicago gewann, tritt also kein leichtes Erbe an. Zudem musste er im Vorfeld der WM bereits fast ein Dutzend Absagen hinnehmen. „Aber auch aus der zweiten Reihe haben sich bereits einige Spieler angeboten. Wir werden ein gutes Team haben“, ist sich der 50- Jährige sicher. Ziel ist einmal mehr ganz klar das Erreichen des Viertelfinales.

Lettland setzt bei der WM auf ein starkes Kollektiv und seinen Trainer. Seit 2006 ist Olegs Znaroks für das Nationalteam zuständig, viele Spieler kennt er noch aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer des Verbandes. Und mit dem Moskauer Vorortclub Balashikha erreichte Znaroks in dieser Saison mit einer Mannschaft ohne große Namen sensationell das Finale der KHL. Die aktuelle Saison verlief für das Nationalteam bisher jedoch weniger erfolgreich. Bei den Olympischen Spielen unterlagen die Letten gegen die mit Stars gespickten Teams aus Russland, Tschechien und der Slowakei. Mit Platz zwölf war Lettland vom Papier her die schlechteste Mannschaft in Vancouver. In Deutschland will das Team nun wieder an den Erfolg der WM 2009 anknüpfen. Damals kämpfte sich Lettland mit taktisch diszipliniertem Mannschaftsspiel bis ins Viertelfinale und wurde am Ende Siebter. Größtes Manko des Weltranglisten-Zehnten, der schon zum 18. Mal bei einer A-WM dabei ist, ist die dünne Spielerdecke. Aus den bescheidenen Mitteln das Maximum herausholen ist daher auch in Deutschland das große Turnierziel. Die Mannschaft ist eingespielt und mit den reisefreudigen und lautstarken Anhängern im Rücken will Olegs Znaroks mit seinem Team nun für das nächste Ausrufezeichen seiner Karriere sorgen.

Seit dem Abstieg vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft in Kanada hat sich bei Italien einiges geändert. „Diktator“ Michel Goulet hatte im Sommer 2008 nach fünf Jahren das Traineramt an Rick Cornacchia übergeben. Der 59-jährige Italo-Kanadier schaffte vor einem Jahr den sofortigen Wiederaufstieg und wird die Azzuri, die zum 23. Mal bei einer A-WM mitspielen, auch zur WM in Deutschland führen. Dort gibt es für seine Mannschaft nur ein Ziel: den Klassenerhalt. „Ein schwieriges, aber nicht unmögliches Unterfangen“, sagt Cornacchia, der bei den Spielern aufgrund seiner Art (Zuckerbrot und Peitsche) sehr beliebt ist. Stützen des Teams sind Doppelstaatsbürger wie Daniel Bellissimo, Adam Russo, Matt de Marchi, Steve Gallace, Trevor Johnson, Nicholas Plastino, Pat Iannone, John Parco, Jonathan Pittis, Giulio Scandella oder Mike Souza, die allesamt in Nordamerika geboren sind. An die ganz große Zeit Mitte der 90-er Jahre kann man aber nicht mehr anknüpfen. Damals war man sechsmal hintereinander unter den besten Acht und erreichte 1994 bei der Heim-WM mit Platz sechs sogar das bisher beste Abschneiden aller Zeiten.

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