2010 IIHF Weltmeisterschaft: Teams der Gruppe A in Köln(German Only)

Russland, Weißrussland, Slowakei, Kasachstan

05-05-10
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Einer der Top-Favoriten bei der WM ist Russland, das zuletzt zweimal in Folge Weltmeister wurde. Der Rekordweltmeier (25 Titel) musste aber zuletzt eine herbe Enttäuschung bei Olympia hinnehmen. Das Aus im Viertelfinale mit einem 2:8 gegen Kanada glich einer nationalen Demütigung. Auch Russlands Nationalcoach Slava Bykov geriet dadurch in die Kritik, stellte sich aber vor sein Team: „Werft Eure Steine auf mich“, war einer seiner markanten Aussprüche. Für Russland zählt bei der WM nur der Titel. „Wir werden eine ganz andere Mannschaft als in Vancouver sehen“, sagt Bykov. Zwar werden, wie etwa Superstar Alexander Owetschkin, Spieler aus der NHL auf dem Eis stehen und mit Andrej Nazarov hat man extra einen Experten nach Nordamerika geschickt, um in der NHL nach frischem Spielermaterial zu suchen. aber das Grundgerüst werden Spieler aus der heimischen KHL bilden. So zum Beispiel Alexander Radulov, der bei der WM 2009 der vielumjubelte russische Siegtorschütze war.
Spektakuläres Angriffseishockey wird von Russland bei der WM zu erwarten sein mit dem ganz klaren Ziel Weltmeister. „Es ist für uns ein Schlüsselturnier und wir werden viel Druck haben“, sagt Trainer Bykov. „Aber das sind wir gewohnt und können damit umgehen.“

Für die Nationalmannschaft von Weißrussland ist die WM in Deutschland vor allem eine Möglichkeit zur Revanche. Nach der Niederlage im Qualifikationsspiel zum olympischen Viertelfinale gegen die Schweiz und damit dem Abrutschen auf Platz neun der Weltrangliste will das Team nun an die Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen: 2009 wurde Weißrussland WM-Achter und besiegte unter anderem die Slowakei. Die große Stärke der Mannschaft ist die taktische Disziplin und die läuferischen und technischen Fähigkeiten der Akteure, die auf der großen Eisfläche der Weltmeisterschaft deutlich stärker zum Tragen kommen werden als in Vancouver. Den Großteil des Teams in Deutschland stellen Akteure aus der KHL, den Kern bilden Akteure vom Hauptstadtclub und Spengler-Cup-Sieger Dynamo Minsk. Die Spieler kennen sich also gut und sind eingespielt. Gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden, zumal sich die Mannschaft seit Wochen auf das Turnier vorbereitet. Den größten Verlust muss Weißrussland jedoch hinter der Bande verkraften. Denn der ehemalige NHLCoach Glen Hanlon, das Aushängeschild der vergangenen Jahre, hat seinen Posten als Nationaltrainer während der Saison überraschend aufgegeben. Hanlon reformierte die Strukturen im Verband und brachte eine neue Spielkultur ins Land. Der neue Nationalcoach Mikhail Zakharov trat ein schweres Erbe an. Er konnte bei den Olympischen Spielen noch nicht aus dem Schatten seines Vorgängers treten und wurde noch vor der WM durch seinen Assistenten Eduard Zankovets ersetzt. Das große Ziel von Weißrussland ist ein Abschneiden unter den besten acht Teams – ein schwieriges Unterfangen, aber nicht unmöglich, wenn man die Schlüsselspiele gewinnt.

Für die Slowakei ist die WM in Deutschland der Beginn eines Neuanfangs. Der langjährige Erfolgscoach Jan Filc, der 2002 mit dem Team völlig überraschend den Weltmeistertitel holte, verabschiedete sich nach Olympia und wird sich fortan als Verbandsfunktionär anderen Aufgabengebieten wie der Vorbereitung der Heim-WM 2011 und dem Aufbau einer Sportakademie kümmern. „Die Winterspiele in Vancouver waren der abschließende Höhepunkt für eine ganze Generation von hervorragenden Spielern. Die Zeit ist reif für einen Neuanfang“, begründete der 57- Jährige seinen Entschluss. Für den Neuaufbau hat man erstmalig in der slowakischen Verbandsgeschichte einen ausländischen Trainer verpflichtet: Den 53-jährigen Kanadier Glen Hanlon. Der ehemalige NHL-Spieler machte sich schon in Weißrussland als Nationaltrainer einen hervorragenden Namen und trat sein Amt in der Slowakei am 01. April an. Er erhielt einen Vier- Jahres-Vertrag und soll das Team somit bis zu den Winterspielen 2014 in Sotschi führen. „Ich will, dass die Slowakei bei der WM auch ein solch schnelles Eishockey spielt, wie es das Team in Vancouver gezeigt hat. Das hängt jedoch davon ab, welche Spieler zur Verfügung stehen werden“, sagte Hanlon bei seiner ersten Pressekonferenz. Genau wird Hanlon vor allem bei den Spielern aus Europa auf das Kriterium Perspektive achten.

Für Kasachstan ist die WM in Deutschland eine große Herausforderung. 2006 stieg die Mannschaft ab, erst im vergangenen Jahr gelang die Rückkehr, womit man nun zum sechsten Mal im Konzert der ganz großen mitspielt. International fast unbemerkt arbeitete der nationale Verband seit Jahren auf diesen Aufstieg hin. Die schnellste Sportart der Welt soll ein Aushängeschild des dank reicher Bodenschätze wirtschaftlich florierenden asiatischen Landes werden. Dank finanzieller Unterstützung aus Politik und Wirtschaft gehört Kasachstan ähnlich wie Weißrussland zu den aufstrebenden Eishockeynationen der Welt. Der Wiederaufstieg ist der erste große Schritt einer Entwicklung, die kontinuierlich weitergehen soll. Dafür leistet sich das Land auch eine Mannschaft in der KHL. Hier sorgt das Hauptstadtteam von Barys Astana seit Gründung der Liga für positive Schlagzeilen - zweimal in Folge gelang der Einzug in die Play-offs. Das KHL-Team bildet gleichzeitig den Kern der kasachischen Nationalmannschaft. Coach Andrei Shayanov steht bei beiden Teams hinter der Bande. Die Zeit, in der alternde Sowjet-Stars ihr Gnadenbrot im Nationalteam erhielten, ist damit vorbei. Eine neue Generation tritt in Deutschland an. Mit einem klaren Ziel vor Augen: den Klassenerhalt. Seit dem Saison-Aus von Barys Astana bereitet sich das Nationalteam nun bereits auf die Weltmeisterschaft vor. Ein großer Vorteil: „Wir werden uns würdig verkaufen“, glaubt Nationaltrainer Shayanov daher fest an ein erfolgreiches Abschneiden in Deutschland.

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